Foto: Marc Rühl
Foto: Marc Rühl

Historie der Galopprennbahn

 

Es gibt Plätze auf dieser Welt, an denen man sich einfach wohlfühlt, ohne genau sagen zu können, warum: Die Rennbahn in Grafenberg gehört zu diesen Plätzen. Obwohl: Die Gründe für dieses Wohlgefühl liegen eigentlich auf der Hand oder sind deutlich zu sehen. Es ist diese leicht geschwungene Landschaft, der unendlich scheinende Blick in die Weite dieser Landschaft. So, dass man denkt, hier ist die Welt mit sich im Reinen.

 

1844 wurde der Reiter- und Rennverein gegründet und gilt somit nicht nur als ältester Rennverein Deutschlands, sondern sogar als ältester Sportverein von ganz Düsseldorf. Von Anfang an sollten Erholung für die Besucher und Rennsport der Spitzenklasse eine Balance finden. Im April 1844 fanden die ersten Rennen in Düsseldorf statt. Mit sage und schreibe drei Pferde, die auch nur in einem Rennen an den Start gingen.

 

Als der Hafen immer mehr erweitert wurde, mussten die Reiter weichen. Sie fanden ihr neues Quartier in Grafenberg, die Bahn dort wurde 1908 eröffnet. Es folgten schicksalhafte Jahre, die sich auch auf die Rennbahn auswirkten: der Erste Weltkrieg, die Nachkriegszeit, Währungsreform, das Dritte Reich, der Zweite Weltkrieg. Trotz schwieriger Zeiten wurde im Jahr 1944 das 100-jährige Bestehen gefeiert: mit einem Essen im Parkhotel, zu dem die Gäste aber ihre Lebensmittelmarken mitbringen sollten.

 

Die 50er Jahre waren die Jahre des Aufbruchs, der Boom im Reitsport hielt an, die Düsseldorfer Bahnspielte sowohl im Rennsport als auch in der Gesellschaft eine immer größere Rolle. Immer wieder wurden prominente Gäste gesehen – Winston Churchill, der selbst ein Pferd am Start hatte, war nur einer von vielen.

 

Die Düsseldorfer Bahn konnte sich doch die Hilfe der Stadt und vieler Sponsoren stets oben halten. Heute gilt die Bahn in Grafenberg als schönste Bahn in ganz Deutschland.

 

Infos:

·        Der Reiter- und Rennverein wurde 1844 gegründet, hat 100 Mitglieder und 8 Mitarbeiter

·        Vereinszweck: Förderung der Vollblut- und Landespferdezucht sowie des Reitsports

·        Soziale Projekte: Kita-Kinder erfahren über die Sponsoren-Aktion „Tier & Natur“ kostenfrei den Umgang mit Pferden und Ponys

·        Besucherzahlen: Im Schnitt kommen um die 100.000 Besucher zu den 10 Rennen pro Jahr

·        Trainingszentrale: Auf der Rennbahn werden 150 Pferde trainiert